Werbung ist ein vitaler Bestandteil unserer Wirtschaft. Sie ruft Bedürfnisse in Erinnerung, informiert über aktuelle Angebote, schafft Markenprofile und hält vieles am Laufen. Daher ist besonders das Internet in den Fokus der Werbetreibenden gerückt und viele wertvolle Angebote lassen sich ohne das Interesse der Werber und Werbenden nicht finanzieren. Werbung im Internet breitet sich aus. Aber wo liegt die Grenze, wann wird sie lästig und wie kann die Werbung bei den jungen digital Natives Erfolg haben? Diese Frage ist wertvoll.
Bei den sogenannten digital Natives handelt es sich zunächst um eine Erfindung der Medien. Denn die jungen Nutzer von Smartphone und Internet begreifen sich nicht unbedingt als Elite. Der Umgang mit den Neuen Medien ist eine Selbstverständlichkeit, aber ein spezifisches Gruppenbewusstsein wird nicht allein durch Mediennutzung geschaffen, sieht man von den Nerds ab, die viel Zeit am Computer verbringen und oft über eine beachtliche Medienkompetenz und Wissen verfügen.
Die besondere Fähigkeit der sogenannten digital Natives liegt in der Fähigkeit, das gewünschte Informationsinteresse stark zu fokussieren und störende Informationen zunächst einfach auszublenden. Die macht sich manchmal als kurze Aufmerksamkeitsspanne bemerkbar, gibt den Mediennutzern aber die Möglichkeit zahlreiche Informationen zu filtern.
Insofern hat auch Werbung hier die besten Chancen, wenn sie zunächst unaufdringlich bleibt. So wie zum Beispiel Pins und Anstecker. Alles andere wird als störend und zeitraubend meistens weggeklickt. Auch lieben jüngere Nutzer besonders das Authentische und echte. Das heißt, sie durchschauen schnell das Kalkül oder eine Absicht und wenden sich dann schnell ab. Auch Langeweile wird meist als störend empfunden, weshalb komische und humorvolle Werbung sicher besser einschlägt. Ein Mix aus Witzigkeit, Schlagfertigkeit und Kürze gibt der Werbung im Internet eine gewisse Chance. Dass dies nicht zu jedem Produkt passt, macht die Werbung im Netz oft zu einem Drahtseilakt.