Die drei ehemaligen PayPal Mitarbeiter Steve Chen, Jawed Karim und Chad Hurley gründeten am 01.05.2005 in San Bruno, Kalifornien, die Internetplattform YouTube.
Wenn man den Namen YouTube konkret übersetzt bedeutet er so viel wie „DuRöhre“. Im Deutschen wird es aber dennoch mit „du sendest“ übersetzt. Aber eben nur im übertragenen Sinne. Am 09. Oktober 2006 gab YouTube bekannt, dass es von Google für rund 1,31 Milliarden Euro in Aktien gekauft wurde. Trotz des Kaufes durch Google soll die Marke YouTube bestehen bleiben, die 67 Mitarbeiter ebenfalls. Bevor Google es im Herbst 2006 kaufte, stieg der Wert von YouTube von ca. 600 Millionen US-Dollar auf 1,31 Milliarden Dollar.
Geeignete Videos werde seit dem November 2005 auch im Breitbildformat angezeigt, die Videos auf der Internetplattform lassen sich mit dem kostenlos erhältlichen Plugin „Adobe Flash“ anschauen. Adobe Flash ist ein Produkt der Firma Adobe.
In Youtube werden täglich rund 65.000 Videos hochgeladen und 100 Millionen Clips angesehen, so lautet der Stand von Oktober 2006. Wenn ein Nutzer ein Video „beanstandet“, da es gegen die Regeln verstößt oder unsittliche Handlung enthält wird es von den Mitarbeitern geprüft und eventuell entfernt. Voraussetzung für eine Entfernung ist der Verstoß gegen die „Knigge“ und/oder die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingung).
Schon seit einiger Zeit beginnen die Fernsehsender sich in Videoplattformen wie YouTube einzukaufen. So zum Beispiel im August 2006: RTL ist Initiator der Community „Clipfish“.
Kurz darauf folgt „ProSiebenSat.1 Media“ mit 30% an MyVideo. Doch YouTube ist weiterhin Marktführer. Clipfish und MyVideo sind wie YouTube so genannte Videohoster.
YouTube finanziert sich durch Werbung und Investitionen. Die Werbeeinblendung ist vorerst nur bei ausgewählten Partnern vorgesehen. Bei Privatleuten soll diese noch nicht mit eingebunden werden. Im November 2005 erhielt YouTube vom Silicon-Valley-Risikokapitalgeber „Sequoia“ 3,5 Millionen US-Dollar Kapital. Im Jahr 2006, genauer gesagt im April 2006, erhielt YouTube weitere 8 Millionen US-Dollar von Sequoia.
Eine Studie, die von Hitwise durchgeführt wurde ergab, dass YouTube im März 2008 73% aller US-Videoportalseiten erreicht. Google dagegen erreichte nur 8,4%.
YouTube besitzt auch ein „Partnerprogramm“. Die Voraussetzungen für das teilnehmen am Partnerprogramm sind das regelmäßige hochladen von Originalvideos, über deren Rechte man komplett verfügen muss. Die Videos dürfen höchstens 10min Laufzeit haben und maximal 2 Gigabyte groß sein. Außerdem müssen die jeweiligen Videos von mehr als 1000 Benutzern angesehen werden. Das Partnerprogramm ist mittlerweile in den USA, Australien, Japan, Kanada, Irland, Frankreich, Deutschland und Großbritannien verfügbar.
In YouTube kann man Videos ansehen, veröffentlichen, bewerten und kommentieren.
Die Videos, die man veröffentlichen will müssen einem der vorgeschriebenen Formate entsprechen. Vorgeschrieben Formate sind AVI, MPEG, WMV oder Quicktime. Die empfohlene Videoauflösung beträgt 480×360 Pixel oder höher.
Bei der Konvertierung, die beim Hochladen automatisch passiert, werden die Videos in das „Flash-Video-Format“ (320×240pixel) bzw. das „H.264-Format“ (352×244 Pixel) umgewandelt. Für die Clips an sich gelten die gleichen Voraussetzungen wie für die der Partnerprogramme, also eine Laufzeit von höchstens 10min und eine Größe von maximal 2 Gigabyte.
Vor einiger Zeit war es noch mögliche länger dauernde Videos hochzuladen, dazu benötigte man einen „Director- Account“ diese Möglichkeit gibt es allerdings nicht mehr. Längere Videos können nur noch von alten Director-Accounts und Premium-Partnern publiziert werden.
Seit Dezember 2008 ist es außerdem möglich Videos in HD-Qualität hochzuladen und anzusehen. Das heißt, das die Videos in einer höheren Auflösung wiedergegeben werden. Diese beträgt 1280×720 Pixel. Durch die große Gemeinschaft die sich durch die zahlreichen Nutzer gebildet hat sowie die Kommentar- und Bewertungsfunktion gewinnt YouTube stetig an Popularität dazu.
Doch auch YouTube erntet nicht nur Lob. So wird zum Beispiel kritisiert, dass das Urheberrecht oft verletzt wird, deswegen sollte man sich vorher Gedanken darüber machen was man veröffentlichen möchte. In den Geschäftsbedingungen heißt es nämlich, dass Youtube sich vorbehält hochgeladene Inhalte, also Videos, weiterzuverkaufen oder zu lizenzieren, ohne den Autor vorher fragen zu müssen.
Nach Berechnungen, die von dem US-Unternehmen Ellacoya Networks durchgeführt wurden,
ist YouTube für 10% des gesamten Internet-Datenverkehrs und 20% des http-Aufkommens verantwortlich.