Staatliche Wettbüros

Am Mittwoch, den 8. September 2010 ergeht ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu Sportwetten im Allgemeinen. Die EuGH kippte das Glücksspiel-Monopol der staatlichen Wettanbieter.

Es ist zu hoffen, dass mit diesem Urteil, die etwas obskure Situation, in der sich in Deutschland das Glückspielgewerbe, insbesondere Wettanbieter befanden, geklärt ist. War das Monopol der staatlichen Betriebe doch eigentlich bindend, umgingen viele Wettanbieter die entsprechende Gesetzgebung, indem sie ihre Wetten vom Ausland aus anboten. Diese unklare Rechtssituation, immerhin wurde ermittelt, dass mehr als vierundneunzig Prozent der Wettumsätze von privaten, also eigentlich mehr oder weniger illegal arbeitenden Wettbürobetreibern erwirtschaftet wurden, könnte nun ein legales Ende finden. Doch welcher Anbieter verzichtet schon gerne darauf, als ausländisches Unternehmen nahezu keine Abgaben zahlen zu müssen?

Die privaten, nunmehr legalen Wettbüros haben eben staatlichen Betrieben gegenüber einige deutlich zu erkennende Vorteile. So sind ihre Quoten höher, auch sind sie in der Lage, ein wesentlich breit gefächertes Angebot auf den heiß umkämpften Markt zu stellen. Immerhin erwirtschaftet die Glückspielindustrie in Europa einen Umsatz von mehr als siebzig Milliarden Euro.

Es muss keine Abhängigkeit sein, es ist auch möglich, Wetten durch Wissen zu gewinnen. Fußballinformationen gibt es zum Beispiel bei wettmax.com. Spielsucht, tatsächlich eine Abhängigkeitserkrankung, die zum vollkommenen finanziellen und sozialen Ruin, bis hin zur Obdachlosigkeit führen kann, gibt es natürlich auch. Es ist durchaus angebracht, sein eigenes Verhalten kritisch zu beobachten. Einschreiten sollte man sich selbst gegenüber schon dann, wenn einen das allererste ungute Gefühl bei seinem Handeln befällt. Doch das Wetten kann auch Spaß machen, denn nicht nur Glück zählt, auch angeeignetes Wissen.

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