Unter den unendlich vielen Browser Games halten sich seit ihrer Entstehung die Rollen-, Strategie- und Simulationsspiele ganz oben in der Beliebtheitsskala. Die Simulationsspiele dürften dabei das älteste Spielegenre darstellen. Sie gab es bereits, als ans online spielen noch nicht wirklich zu denken war. Zu den Simulationsspielen gehören tatsächlich Spiele wie zum Beispiel „Tactics“, welches bereits 1954 als Brettspiel für militärische Taktiken heraus gebracht wurde. Moderne Simulationsspiele sind meist Rennspiele in den unterschiedlichsten Umgebungen und mit den möglichsten und unmöglichsten virtuellen Gefährten. Die reichen vom Rennbob bis hin zum Weltraumschiff. Aber auch Farmerspiele, Managerspiele oder Mittelalterspiele als Wirtschaftssimulationen gehören in diesen Bereich.
Strategie- und Taktikspiele gibt es schon seit Jahrtausenden. Schach, Mühle und Dame gehören zu den Strategiespielen. Heute genügen diese Varianten den meisten nicht mehr und warum auch, gibt es doch viel spannendere Möglichkeiten seine strategische Intelligenz mit anderen zu messen. Computer - Strategiespiele gehören neben den Ego-Shootern zu den beliebtesten überhaupt. Vom Kriegsspiel bis hin zum Wirtschaftshipe können Spieler hier ihr strategisches, taktisches und wirtschaftliches Geschick unter Beweis stellen. Als Urvater dieser Spiele zählt immer noch „Dune II“, welches 1992 den Online-Markt eroberte. Ihm folgten Spieleserien, die teilweise bis heute in weiterentwickelten und aktualisierten Varianten angeboten werden, wie „Warcraft“, „Command & Conquer“, „Age of Empires“ und „StarCraft“. Ein altes Strategiespiel hat jedoch erfolgreich den Sprung ins Internet geschafft: Poker. In nur wenigen Jahren löste Online-Poker einen regelrechten Hipe aus und gilt als DAS Online-Spiel schlecht hin für viele.
Rollenspiele hat wohl schon jeder wenigstens in der Kindheit gespielt und viele zieht der Zauber, in eine Phantasiewelt als ganz andere Persönlichkeit zu schlüpfen, immer noch magisch an. Neben den Live-Rollenspielen etablierten sich mit dem Internet auch die Online-Rollenspiele.
Meist nach festen Regeln gespielt, bauen die Spieler eine komplette Phantasiewelt auf, die unterschiedlichen Genres angehören. Horror, Sience Fiction, Phantasie, Western und vieles mehr erobert das Internet als Schattenwelt, in der meist alle Naturgesetze aufgehoben sind. Neben Chat- und Forenrollenspielen stürmen so genannte MUDs, die Multi User Dungeons, und MMORPGs, die Mssively Multiplayer Online Role Playing Games, das Internet. Letztere werden nicht selten mit tausenden von Usern in einem Spiel gespielt. Zu Beginn der Online-Rollenspiele steuerte man meist einen Charakter, der immer größere Handlungsfreiheit und auch mehr Fähigkeiten erhielt, nachdem er bestimmte „Prüfungen“ erfolgreich absolvierte. Das Spiel bewegte sich entlang eines festen Handlungsstranges. Moderne Rollenspiele haben weitaus breiter gefasste Handlungsstränge, so genannte Storylines, die solche ein Spiel eher als Adventure-Rollenspiel-Hybriden erscheinen lässt. Die Avatare der Charaktere haben vielfältige Erscheinungsbilder, Identifikation mit Gruppieren ist möglich und umfangreiche Wirtschafts- und Handwerkssysteme besitzen einen ausgefeilten, vorbestimmten dramaturgischen Handlungsbogen.
Diese Möglichkeit, sich einer bestimmten Gruppen zugehörig fühlen zu können, gemeinsam etwas zu erschaffen, macht wohl auch den großen Reiz aus, den Online-Rollenspiel auf viele User weltweit ausüben. Rollenspiele wie „GloryKings“, „Herr der Ringe“, „World of Warcraft“, „Warhammer“ oder „Dungeons and Dragons“ erfreuen sich nun teilweise schon seit einigen Jahren regen Userzulaufes. Die Grafiken werden immer ausgefeilter und damit natürlich auch der Spielspaß erhöht.