Kostenfalle Bank

Millionen Deutsche verschwenden viel Geld für unpassende oder überteuerte Bankprodukte. Durch das gezielte Aussortieren schlechter Angebote und den konsequenten Wechsel zu günstigen Anbietern können Haushalte leicht einige hundert Euro im Jahr sparen. Oft sogar noch deutlich mehr.
Girokonto, Karte und Co. kosten bei vielen Banken horrende Gebühren. Nicht selten zahlen Verbraucher allein für die Grundgebühr ihres Girokontos 120 Euro im Jahr. Dazu kommen die Gebühren für die Kreditkarte, für Barverfügungen am Automaten und die Nutzung des Dispositionskredites. Diese Kosten lassen sich auf ein Minimum reduzieren, wenn nur zu einer anderen Bank gewechselt wird. Die Geldhäuser stehen in einem intensiven Wettbewerb zueinander und schenken sich im Kampf um neue Kunden nichts.

Als Faustregel gilt: Wer einen monatlichen Gehaltseingang von 1200 Euro oder mehr vorweisen oder eine dauerhafte Einlage von 5.000 Euro leisten kann, muss weder bei Filial- noch bei Direktbanken eine Gebühr für die Kontoführung in Kauf nehmen. Im Leistungsumfang des Kontos sollten eine EC- und eine Kreditkarte bereits enthalten sein. Idealerweise ermöglicht die Kartenausstattung den kostenfreien Bezug von Bargeld am an allen Automaten in Deutschland und Europa.

Der Dispositionskredit sollte, wenn er denn schon regelmäßig genutzt wird, so günstig wie möglich sein. Ein Zinssatz von weniger als zehn Prozent gilt als vertretbar. Findet sich keine Bank, die einen günstigen Kontokorrentkredit in Kombination mit einem gebührenfreien Konto bietet, sollte an die Stelle des Dispositions- ein Rahmenkredit bei einer anderen Bank treten. Dieser ist ähnlich flexibel wie der Dispo, kostet aber viel weniger. Der Aufwand bei dieser Konstellation hält sich in Grenzen.

Eine weitere Kostenfalle sind Ratenkredite. Nicht nur fällt der Zinssatz der Darlehen oft happig aus. Banken bieten Verbrauchern regelmäßig so genannte Restschuldversicherungen an, die gegen Tod, Berufsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit absichern. Der Schutz muss teuer bezahlt werden: Unter Berücksichtigung der Police beträgt der effektive Jahreszins bei solchen Angeboten im Extremfall mehr als 20 Prozent! Schnell werden für ein gewöhnliches Darlehen dann 200-300 Euro zu viel bezahlt. Einzige Alternative: Die Konditionen möglichst vieler Banken im Detail miteinander vergleichen, wobei ein Ratenkredit-Vergleich hilfreich sein kann.

Sparen lässt sich auch bei der eisernen Reserve. Millionen Deutsche halten noch immer größere Beträge auf ihrem Girokonto oder einem klassischen Sparbuch vor. Dafür wird zwar keine Rechnung geschickt – bares Geld kostet es jedoch trotzdem, weil sich durch die Umschichtung auf ein Tagesgeldkonto deutlich bessere Erträge erzielen lassen. Eine Zinsdifferenz von zwei Prozentpunkten bringt bei 10.000 Euro Anlagevolumen jedes Jahr 200 Euro!

In der Summe führen die genannten Maßnahmen –bei 1 bis 2 Stunden Zeitaufwand für Recherche und Formulare- zu einer erklecklichen Ersparnis.

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