Unter einem Kaffeevollautomaten versteht man in der Regel eine Espressomaschine, die eben nur etwas komplexer zugeschnitten wurde. So kann man neben dem üblichen Espresso auch zahlreiche andere Kaffeevarianten kreieren. Dabei reduziert sich die Bedienung, im Vergleich zu anderen Kaffeeautomaten, auf nur wenige Knopfdrücke.
Ende der Siebziger wurde der erste Kaffeevollautomat von Alfred Schmed, einem schweizer Ingenieur, erfunden. Zwei Jahre nahmen die Entwicklungen ihren Lauf und endeten 1980 in den ersten Prototypen des Kaffeevollautomaten.
Üblicherweise besteht ein Kaffeevollautomat aus einem Mahlwerk, einer Pumpe, einen Durchlauferhitzer und/ oder einem Boiler. Das Herzstück dieses komplexen Gerätes bildet die Brühgruppe. Diese kann herstellerabhängig fest im Gerät installiert sein oder zu Reinigungszwecken entnommen werden.
Individuelle Aromasteuerung
Wassermenge, Pulvermenge und Mahlgrad lassen sich individuell einstellen, im Gegensatz zu einem Kaffeeautomaten, und bieten so die Möglichkeit, den perfekten Kaffee mit Hilfe der Kafeepadmaschine zuzubereiten.
Der größte Unterschied zwischen einer Filterkaffeemaschine und dem Kaffeevollautomaten findet man in Hinsicht des Aromas. Das Aroma lässt sich am besten durch Druck entfalten. Da bei einer Filterkaffeemaschine kein Druck erzeugt wird, geht das Aroma schnell verloren und der Kaffee gewinnt an Bitter- und Gerbstoffen. Da bei einem Kaffeevollautomaten jedoch durchaus mit Druck gearbeitet wird, wird der Kaffee beziehungsweise Espresso bekömmlicher und aromatischer.
Espresso
Für den Espresso ist ein gewisser Druck Voraussetzung, um diesen Kaffeegenuss perfekt zu gestalten. 7,5 bis 9 bar sind in der Regel der Druck, der gewährleistet werden muss, damit das Aroma sich perfekt entfalten lassen kann.
Die meisten Kaffeevollautomaten sind mittlerweile soweit ausgestattet, dass man mit ihnen sogar Tee produzieren kann. Des Weiteren verfügen sie über eine Milchaufschäumdüse. Eine Cappuccinodüse kann in vielen Fällen nachgekauft werden. Durch ein einfaches Drehen kann man hier ebenfalls Milchschaum erzeugen.
Die Herstellung erfolgt in der Regel durch italienische oder schweizer Firmen. Die Preisspanne liegt wesentlicher höher, gegenüber einem normalen Filterkaffeeautomaten. Ab 200,00 € aufwärts kann man einen guten Kaffeevollautomaten erwerben. In Internetforen werden häufig Reparaturhinweise und Problembehebungen beschrieben, die zeigen, dass besonders Dichtungsringe aus minderwertigen, dem Preis nicht entsprechenden Material bestehen, und so die Qualität des Kaffeevollautomaten erheblich verringern. Man sollte also unbedingt gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen, falls der Kaffeevollautomat einer Reparatur bedarf, um sich zahlreiche Sorgen zu vermeiden.
Reinigung von Kaffeeevollautomaten
Die Reinigung des Kaffeevollautomaten kann ebenfalls ein großes Risiko mit sich führen. Es gibt sowohl die manuelle als auch die automatische Reinigung. Der Kaffeevollautomat sollte trotz zahlreicher automatischer Reinigungsfunktionen, die durch den Hersteller eingebaut wurden, einmal wöchentlich von Hand gereinigt werden. Jegliche Kaffeereste sollten unbedingt entfernt werden, dabei stellen die Brühgruppe und der Milchschlauch das größte hygienische Risiko dar und sollten eine besondere Aufmerksamkeit erhalten. Die Reinigung sollte und klarem Wasser erfolgen und die Komponenten dürfen niemals im Geschirrspüler gereinigt werden.
Chemikalien oder Reinigungstabletten dienen der effektiven Selbstreinigung der Kaffeevollautomat, welche von einigen Herstellern angeboten wird. Jedoch bewahrt diese automatische Funktion auf lange Sicht nicht vor einer manuellen Reinigung.