Hat man einem Menschen verloren, der einem Nahe steht, ist dies immer ein Schock. Die Trauer ist ein Phänomen, das bei jedem Menschen anders vonstatten geht. Während die einen viel über diese ungewöhnliche Situation und ihre Gefühle reden möchten, ziehen andere Menschen es vor den Schmerz von sich zu schieben. Ist ein geliebter Mensch verstorben, werden die sogenannten Todesanzeigen gern genutzt, um andere über diesen Umstand zu informieren. Mithilfe der regionalen Zeitungen können nahezu alle Bekannten, Verwandten und Freunde erreicht werden.
Erinnerungen sind nach dem Tod eines geliebten Menschen alles, was bleibt. Aus diesem Grund erhalten Fotos eine völlig neue Bedeutung. Sterbebilder werden nach den Wünschen des Auftraggebers angefertigt und ähneln den klassischen Bildern. Das Leben und der Alltag gehen weiter und doch ist der Verlust ein beständiger Begleiter. Die Angst den geliebten Menschen zu vergessen lässt viele an die Vergangenheit festhalten. Fotos und Sterbebilder sind eine Möglichkeit in Erinnerungen schwelgen zu können und dennoch der Zukunft entgegen zu sehen. Gerade der Tod von jungen Menschen ist tragisch und Sterbebilder eine Variante, um Freunden und Mitschülern eine Erinnerung bieten zu können. Die Verarbeitung der Trauer dauert bei jeden Menschen unterschiedlich lang. Denn nicht nur der Verlust muss hingenommen werden, sondern auch die eigene Verletzlichkeit stellt ein Problem dar, mit dem man erst einmal lernen muss umzugehen. Psychologische Hilfe kann dabei Helfen sich mit der Trauer und den damit verbunden Verlust effektiv auseinanderzusetzen. Doch auch in unserer aufgeklärten Zeit ist der Weg zu einem Psychologen mit Bedenken und Hemmungen verbunden.