Filmproduktion

Der Herstellungsprozess eines Kino-, Werbe- oder Fernsehfilmes wird in der Umgangssprache eine Filmproduktion genannt. Diese Tätigkeit kann in der Regel jeder ausführen, egal ob man nun eine Privatperson oder eine Filmproduktionsgesellschaft ist.

Statistik: Kinoproduktionen im Aufschwung

Die Filmproduktionen verzeichnen im Vergleich zu den Vorjahren einen Anstieg um zirka 7,8 Prozent. Unter anderem Kinoproduktionen, wie beispielsweise Spiel-, Animations- oder Dokumentarfilme trugen zu diesem Anstieg bei. Doch auch im Bereich der Videoproduktion abseits der Kinofilme gibt es Regelungen und Gesetze, um das Miteinander zu gewährleisten. So werden internationale Ko- oder Gemeinschaftsproduktionen durch zwischen- oder überstaatliche Filmabkommen geregelt und erleichtert. Seit 1992 gibt es speziell für die EU-Staaten das sogenannte Europäische Übereinkommen über die Gemeinschaftsproduktion von Kinofilmen.

Teilbereiche der Filmproduktion

Die Filmproduktion besteht aus verschiedenen Teiltätigkeiten. So gibt es die organisatorische/ wirtschaftliche und die kreative Tätigkeit. Zum kreativen Bereich zählen beispielsweise die Regie, die Kamera, das Szenenbild, das Kostüm, die Maske, der Filmschnitt und der Ton. Die Regie trägt in diesem Fall die künstlerische beziehungsweise kreative Leitung und Gesamtverantwortung für diesen Bereich.
Die Herstellungsleitung, die Produktionsleitung und die Aufnahmeleitung zählen zu den wirtschaftlichen beziehungsweise organisatorischen Tätigkeiten und liegen in der Hand des Produzenten. Die Filmproduktion ist also durchaus vielfältiger als gedacht. Selbstverständlich besteht bei diesen beiden Bereichen eine konsequente Abgrenzung. Trotz dieser Abgrenzung muss der Produzent mit der Regie eng zusammenarbeiten. Das das nicht immer der Fall ist, wird anhand der unterschiedlichen Tätigkeitsfelder, die unter anderem sehr umfangreich sind, klar. Die Regie ist letztendlich von dem Produzenten abhängig, da dieser die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen muss, um die Wünsche und Vorstellungen der Regie zu verwirklichen.
Es gibt zudem verschiedene Hilfsmittel, die die Entwicklung der Filmproduktion gewährleisten. Dazu zählen hauptsächlich Softwareprodukte, die die Bereiche Drehbuchentwicklung, Kalkulation, Prävisualisierung, Archivierung und Datenkontrolle abdecken.
Die Filmproduktion wird in verschiedene Phasen eingeteilt. Diese sind unter anderem die Entwicklung und Finanzierung gefolgt von der Vorproduktion, den Dreharbeiten und der Nachbearbeitung und Auswertung.
Stellt man in einem Film eine Ko- oder Gemeinschaftsproduktion zusammen, heißt das nichts weiter, als dass mehrere Filmproduktionsgesellschaften zusammen an einem Filmprojekt arbeiten. Häufig stammen diese Gesellschaften aus verschiedenen Ländern. Diese Form der Filmproduktion wird in der Regel bevorzugt, da eine alleinige Person oft nicht in der Lage ist, die kompletten finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Besonders in Europa genießen die internationalen Koproduktionen eine besondere Beliebtheit und machen zirka 25 bis 30 Prozent der europäischen Filmproduktion aus.

Kosten für Werbe- und Industriefilme deutlich gesunken

Der Begriff Filmproduktion hat sich mittlerweile für kleinere und größere Projekte etabliert. Die Kosten für einen Werbe-, Industrie-, oder Imagefilm sind mittlerweile deutlich gesunken, so dass auch größere Projekte in Anspruch genommen werden können, ohne dass es an den finanziellen Mitteln scheitert. Selbstverständlich werden so auch neue Zielgruppen erschlossen – ein Ziel, welches jede Filmproduktion wenigstens ein bisschen verfolgt. Schließlich läuft das Geschäft, je mehr Anhänger diese Produktion besitzt. Ein wichtiger Zweig ist somit auch die Werbeindustrie, die das Projekt in der Öffentlichkeit ins rechte Licht rücken soll. Das Internet bekommt in dieser Hinsicht immer mehr Bedeutung und ist somit ein wichtiger Bestandteil der heutigen Filmproduktion. Besonders private Filme sind nunmehr immer öfter im Internet zu finden. So hat man Zugriff auf zahlreiche Filme und Werbesspots, die so vielleicht noch gar nicht in den üblichen Medien, wie Fernseher oder Radio laufen.