Als E-Shopping bezeichnet man den virtuellen Einkaufsvorgang via Datenübertragung im Internet. „E-Shoppen“ ist das Verb, das die Aktivität in einem „E-Shop“ umschreibt. E-Shops sind elektronische Einzelhandelsgeschäfte die man im Internet, auch genannt „World wide web“, findet. Verschiedene bekannte Geschäfte bieten mittlerweile das E-Shopping an. Beispiele wären OTTO, Neckermann, Karstadt, Galeria Kaufhof, bonprix, H&M, C&A, New Yorker und QUELLE.
Der Elektrokonzern Saturn verkauft lediglich MP3-Player, Computerspiele und Software über das Internet, er ist also ein indirekter E-Shop. Die Computerspiele, die Saturn in diesem Shop verkauft werden von Gamers Unlimited angeboten. Es besteht also eine Handelspartnerschaft.
Bekannte Geschäfte wie zum Beispiel Amazon oder eBay sind nicht „auf der Straße“ zu finden sondern ausschließlich dort wo sie auch entstanden sind: im Internet.
E-Shops werden generell von den „stationären“ Geschäften in der Stadt als Zusatz angesehen um ihr Versandgeschäft zu erweitern. Wie bei dem normalen Einkauf kommt beim „Online-Shopping eine unmittelbare Geschäftsbeziehung zwischen Anbieter und Abnehmer zustande.
Online-Shopping ist ein anderes Wort für E-Shopping, wird jedoch nicht so häufig verwendet.
Der elektronische Einkaufsvorgang macht einen großen Teil der Internet-Wirtschaft aus. Synonyme für Internet-Wirtschaft sind „E-Commerce“ oder „E-Business“. Experten zufolge wird das elektronische Handeln in den nächsten Jahren noch verstärkt zunehmen.
Im Jahre 2006 wurde von dem Unternehmen Novomind eine Studie über die Nutzung des „Online-Shoppings“ durchgeführt. Die Studie „E-Shopping Trend 2006“ ergab, dass jeder vierte Deutsche den Internetzugang seines Arbeitgebers für das E-Shopping benutzt. Einer von fünf Befragten gab sogar an, während der Arbeitszeit elektronisch einzukaufen. 38% der Befragten gaben an mehrmals in einem Monat online einzukaufen.
Novomind bietet außer Marktplatzintegration noch E-Commerce IT, Produktdatenbanken und Systemintegration an.
Der größte Online-Shop im Internet ist Amazon. Amazon wurde 1994 gegründet. In diesem E-Shop kann man außer Büchern noch so genannte E-Books erwerben. E-books sind elektronische Bücher, die man sich nach dem Kauf herunterläd und dann ausdrucken kann. Weitere Artikel sind CD’s, DVD’s, Spielzeug für Kinder, Computerspiele, Brettspiele, alles rund um Kleidung, Küche und Drogerie sowie Parfümerie. Sogar Genres wie „Büro“, „Baumarkt“, „Haus und Garten“ werden beworben. Des Weiteren wird er „AmazonKindle“ über das elektronische Handelsportal erfolgreich vertrieben. AmazonKindle ist ein ist ein elektronisches Lesegerät für E-books. Amazon besitzt zwei integrierte Verkaufsplattformen. „Marketplace“ und „z-Shop“. Diese Plattformen ermöglichen es, dass Privatpersonen so wie Unternehmen neue und gebrauchte Ware verkaufen können.
Amazon ging 1995 nach dem Kauf von „Telebook Inc.“ zum ersten Mal unter der Adresse www.amazon.com online. Telebook Inc. war damals, bevor es von Amazon gekauft wurde, der führende Internethändler auf dem deutschen Markt. Im Jahr 1998 kaufte Amazon zudem „Bookpages Limited“ sowie die Filmdatenbank „IMDb“. 2004 wurde die Entwicklungszentrale in München geschlossen. Die meisten Mitarbeiter dort mussten gehen. Im Jahr 2006 ging www.Amazon.de (die deutsche Version von www.amazon.com) mit einem Versandlager, das 300 Arbeitsplätze in Leipzig schaffte an den Start. 2008 wurde ein neues Logistikzentrum gebaut. Auf 24HA entsteht ein Lager mit 95.000qm², somit ist es das größte Lager Amazons in Europa. Im Jahr darauf, also 2009, übernahm Amazon den Onlineschuhandel „Zappos“. Der Wert von Zappos wurde auf ca. 850 Millionen Dollar geschätzt. Den Kaufpreis möchte Amazon, laut Ankündigung, mit eigenen Aktien im Wert von ca. 807 Millionen Dollar begleichen. Dazu kommen noch die 40 Millionen Dollar in bar für die Angestellten und Mitarbeiten des Onlineshuhladens. 2008 erwarb Amazon einen Umsatz von 19,116 Milliarden Dollar.
Der zweitgrößte Online-Shop ist eBay. eBay, was 1995 unter dem Namen „auctionweb“ in den Vereinigten Staaten gegründet wurde, betreibt das größte Internetauktionshaus weltweit.
eBay war am Anfang eine Plattform für den Verkauf von Consumer-to-Consumer (zu Deutsch: Verbraucher zu Verbraucher), im Laufe der Jahre jedoch entwickelte sich diese Flohmarktähnliche Funktion zu einer Business-to-Consumer Plattform (zu Deutsch: Geschäft zu Verbraucher). Das heißt, dass von nun an nicht nur Gebrauchtware von Privatleuten verkauft wird sondern ebenso Gebraucht- und Neuware von Unternehmen. Im Jahr 1999 kaufte eBay das Deutsche Auktionshaus Alexando für ca. 43 Millionen US-Dollar. 2002 folgte der Kauf des Internetzahlungsanbieters PayPal. Im Jahr darauf wurde dann die Auktionsseite „eachnet“ für 180 Millionen Dollar an eBay verkauft. Im Jahr 2004 wurde „Mobile.de“ von eBay für 121 Millionen Dollar erworben. 2005 folgte dann der regionale Kleinanzeigenmarkt „Kijiji“, die Preisvergleichsseite shopping.com für 620 Millionen Dollar, „Skype“ für 3 Milliarden Dollar und das Auktionsabwicklungsportal „AfterBuy“.
Laut eBay selbst zählt das Internetauktionshaus ca. 267 Millionen Mitglieder. 2008 betrug das Handelsvolumen aller eBay-Seiten ca. 60 Milliarden Dollar. Der teuerste Artikel, der je bei eBay verkauft wurde war ein Firmenjet für 4,9 Millionen Dollar. Das Internetauktionshaus hat bisher 1,394 Milliarden Aktien verkauft. Der Wert dieser Aktien betrug im März 2008 ca. 25,62 Milliarden Euro. Der Kurs je Aktie ist 18,38 Euro. Das eBay Portal in Deutschland vergibt an spezielle Händler eine Auszeichnung namens „PowerSeller“, wenn diese pro Monat 3.000,00 Euro verdienen oder 300 Artikel im Monat verkaufen. In Deutschland gibt es außerdem laut eBay über 65.000 eBay-Shops und 12.000 PowerSeller. Außerdem verdienen ca. 64.000 Menschen einen maßgeblichen Teil des Lebensunterhaltes über eBay. Nach geltender Rechtssprechung werden reguläre Verkäufe durchgeführt und keine Auktionen. eBay selbst sieht sich nicht als Auktionshaus sondern als Vermittler von Verkäufen.
Die Zahlmethoden bei E-Shopping sind sehr übersichtlich, variieren jedoch von Unternehmen zu Unternehmen. So hat man bei größeren Unternehmen die Möglichkeiten Rechnung, Lastschrift, Vorkasse und Nachname. Bei kleineren wird die ausstehende Forderung hauptsächlich durch Vorkasse und Nachname beglichen, per Rechnung wird selten angeboten.
Hingegen wird Micropayment durch PayPal und ähnlichem öfter angeboten.