Das Ausbildungszeugnis

Jedem Auszubildenden steht eine Arbeitszeugnis zu, wenn die Ausbildung abgeschlossen ist oder abgebrochen wird. Dabei kommen hier die gleichen Grundsätze wie bei allen anderen Arbeitszeugnissen zum Einsatz. In der Einleitung werden Name, Geburtsdatum, Eintrittstermin und Berufsbezeichnung festhalten und die Art der Ausbildung, sowie die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse. Wurden mehrere Abteilungen in einem Betrieb durchlaufen, so ist auch das im Ausbildungszeugnis festzuhalten.
Qualifizierte Ausbildungszeugnisse enthalten zusätzlich auch Anmerkungen zur Ausbildungsbereitschaft und Angaben zur Lern- und Arbeitsweise. Dabei werden vor allem Arbeitsgüte und Tempo detailliert erwähnt. Auch besondere Erfolge während der Ausbildungszeit werden hier festgehalten. Die einzelnen Bewertungen münden dann in eine zusammenfassende Leistungsbeurteilung. Dabei wird auch das Sozialverhalten bewertet und es gibt eine Beendigungsformel, in der auch festgehalten wird, ob der Azubi nach Ausbildungsende in ein Angestelltenverhältnis übernommen wird.
Zum Schluss folgen die Zukunftswünsche und diesem Teil widmen spätere potenzielle Arbeitgeber eine besondere Aufmerksamkeit. Hier kann man nämlich nachlesen, ob der Betrieb es bedauert, dass der Azubi die Firma verlässt und ob man ihm gute Wünsche für die berufliche und private Laufbahn mit auf den Weg gibt. Aus diesen kleinen Punkten lässt sich ableiten, wie gut oder schlecht man insgesamt bewertet wurde und spätere Arbeitgeber nutzen diese „Abkürzung“ gern. Es gibt viele verschiedene Formulierungen, die versteckte Bedeutungen haben und jeder sollte sein Ausbildungszeugnis genau durchlesen und im Netz nach der Bedeutung einzelner Passagen suchen. So wird sichergestellt, dass keine ungerechtfertigten Bewertungen enthalten sind. Eine Prepaid Mastercard ist beim Ausbildungszeugnis zwar nicht dabei, doch mit einem guten Zeugnis öffnen sich wie bei der kleinen Plastikkarte viele Türen, die die Zukunft verändern können.

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