Als vor einigen Jahren die UMTS-Technologie eingeführt wurde, wussten zunächst die wenigsten etwas damit anzufangen. Die meisten wussten zwar, dass UMTS es dem Nutzer ermöglicht, überall über das Mobilfunknetz ins Internet zu gehen. Aber wie das in der Praxis aussieht, konnte sich kaum jemand vorstellen.
Inzwischen wurde die Technologie wesentlich weiterentwickelt und wurde so zum Standard. Um die anfänglich enorm hohen Kosten für den Internetzugang etwas benutzerfreundlicher zu machen, wurde die UMTS Flatrate eingeführt. Dieses Tarifangebot hat UMTS schließlich salonfähig gemacht.
Wie funktioniert es?
Wenn man eine UMTS Flatrate besitzt, kann man das Mobilfunknetz nutzen, um von überall aus ins Internet zu gehen. Die meisten Menschen nutzen es in Verbindung mit einem Notebook. Dieses muss dafür entweder ein bereits integriertes UMTS Modul besitzen oder der Nutzer benötigt ein weiteres Gerät, das die Verbindung ins Internet herstellt. Dafür eignen sich ein UMTS Stick, eine UMTS-Surfbox oder eine UMTS-Karte für den Kartenslot. Wenn man kein Notebook besitzt, kann man dafür auch ein UMTS Handy verwenden.
Es gibt zwei grundsätzliche Abrechnungsvarianten, die beide extrem teuer werden können. Es kann entweder nach Zeitdauer abrechnen, für die man im Internet war, oder nach in Anspruch genommener Datenmenge. Das besondere an der UMTS Flatrate ist, dass der Inhaber unbegrenzt im Netz surfen kann. Es fällt dennoch jeden Monat derselbe Beitrag an, ohne dass Mehrkosten anfallen würden.
Der UMTS Flatrate Vertrag
Der Vertrag über eine UMTS Flatrate läuft gewöhnlich für 24 Monate. Eher selten werden die Angebote auch mit einer kürzeren Laufzeit offeriert. Eins wird jedoch bei allen Anbietern deutlich: die UMTS Flatrate lohnt sich nicht für Menschen, die das Internet unterwegs nur äußerst selten oder nur in geringem Umfang nutzen wollen. Für sie ist es einfacher und günstiger, die tatsächlichen Kosten zu bezahlen.
Die Geschwindigkeit
Wie schnell die Internetverbindung via UMTS tatsächlich ist, hängt davon ab, welche Netzqualität vorliegt. Die vier Netzbetreiber haben zwar in den letzten Jahren des Mobilfunknetz umfangreich ausgebaut, dennoch gibt es immer noch viele Gegenden, in denen die Abdeckung durchaus noch ausbaufähig ist. Es lohnt sich daher auf jeden Fall, vor dem Abschluss zu überprüfen, ob ein ausreichender Empfang besteht.
In Gebieten mit einer dichten Bevölkerung wie Städten gibt es gewöhnlich keine Abdeckungsprobleme, weil das Netz dort im Normalfall bereits ausreichend ausgebaut und modernisiert wurde. Wenn das UMTS Netz gerade einmal nicht verfügbar ist, kann man sich in ein GSM-Netz umleiten lassen, so dass der Netzzugriff dennoch möglich ist. Eine weitere Alternative ist EDGE, das die Datenverbindung mit der halben Geschwindigkeit von UMTS ermöglicht.
Manche UMTS Flatrates werden als „Fair Flatrates“ angeboten. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine Drosselung. Das bedeutet, dass der User zwar nach wie vor unbeschränkt das Internet nutzen kann. Allerdings verringert sich die Übertragungsgeschwindigkeit, sobald man ein bestimmtes Datenvolumen überschritten hat. Häufig wird diese Grenze bei fünf Gigabyte gezogen. Allerdings wird durch die „Fair Flatrate“ der Monatsbeitrag nicht wirklich geringer.