Wer eine Website betreiben möchte, benötigt zunächst einen Webspace, auf dem er diese hosten kann. Sobald man sich ein bisschen umsieht, wird man jedoch schnell feststellen, dass es eine Unmenge an Anbietern gibt. Die Frage, warum die Preise so unterschiedlich sind, ist selten auf den ersten Blick zu beantworten. Meist versteckt sich hier des Rätsels Lösung im Detail. Wer einen Webspace Vergleich ziehen möchte, sollte sich mit einigen wichtigen Kriterien näher auseinander setzen.
Die Ausstattung des Hostingpakets
Die wichtigste Frage, die es natürlich zunächst zu beantworten gilt, ist, wie viel Webspace die Anbieter jeweils im Einzelnen anbieten. Bei kostenpflichtigen Angeboten geht es bei einigen Hundert Megabyte los, möglich sind aber auch einige Gigabyte. Kostenlose Webspace Angebote beinhalten meistens noch wesentlich weniger Speicher. Auch bei der Anzahl der nutzbaren Domains unterscheiden sich die Angebote sehr stark. Während in einigen Hosting-Paketen nur bis zu drei Domains genutzt werden können, sind es bei anderen vier oder gar sechs Stück.
Je nachdem, welche Nutzung für die Website vorgesehen ist, kann auch die Anzahl der einrichtbaren Email-Konten eine Rolle spielen. Noch wichtiger als diese Zahl ist jedoch der zur Verfügung gestellte Mailspace. Es hilft nämlich überhaupt nichts, wenn zwar 1.000 Mailkonten angelegt werden können, dafür aber nur 5 GB zur Verfügung stehen. Dies würde nämlich bedeuten, dass pro Mailkonto höchstens 5 Megabyte Speicherplatz genutzt werden könnten. Gute Angebote erkennt man außerdem daran, dass sie einen hochqualitativen Spam-Filter zur Verfügung stellen.
Gerade Einsteiger, die keine Zeit oder keine Lust haben, sich in die Tiefen der Websiteprogrammierung einzulesen, sollten darauf achten, dass eine angemessene Anzahl an nutzbaren, fertigen Homepage-Vorlagen vorhanden ist. Einige Hoster bieten außerdem kostenlose Software für den Homepage-Aufbau an. Diese ist jedoch nur dann ein wirkliches Argument, wenn die entsprechende Software auch bedient werden kann.
Die Serverfunktionen
Natürlich spielt es auch eine große Rolle, welche Funktionen der Server bzw. vServer bietet. Perl und PHP sollten auf jeden Fall unterstützt werden. Bei PHP ist besonders darauf zu achten, welche Versionen gewährleistet werden können. Datenbanken werden in der Regel über MySQL realisiert. Auch hier ist darauf zu achten, welche Versionen unterstützt werden. Zusätzlich ist hier zu überprüfen, wie viele Datenbanken eingerichtet werden können.
Der Service
Im Servicebereich ist zu überprüfen, ob eine Backup-Funktion vorhanden ist. Viele Anbieter ziehen automatisch täglich ein Backup, auf das dann entweder kostenlos oder kostenpflichtig zugegriffen werden kann. Es ist ebenso wichtig, wie lange ein Skript läuft und wie viel Speicher pro Skript verfügbar ist.
Die Vertragsdetails
Das Augenmerk sollte selbstverständlich nicht nur auf den technischen Aspekten liegen, sondern sich auch im betriebswirtschaftlichen Bereich umsehen. Die Kündigungsfrist sollte dabei einer besonderen Prüfung unterzogen werden. Die meisten Anbieter bieten Kündigungsfristen von einem Monat. Aber Achtung: Ist eine Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten oder mehr gefordert, hilft auch die kurze Kündigungsfrist nichts.
Zu guter Letzt kommen in diesem Bereich die Kosten auf den Prüfstand. Gewöhnlich wird für das Hosting ein monatlicher Festbetrag fällig. Zusätzlich können jedoch auch für bestimmte Serviceleistungen Gebühren anfallen. Über diese sollte man sich ebenfalls informieren, da sonst ein technisches Problem schnell zur Kostenfalle werden kann.